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Ruine
Harte Arbeit von ein paar Freiwilligen:
  • Am 19. November 2011 hat der OVO-Vorstand zusammen mit zwei professionellen Helfern aus Herzwil die Sträucher bei der Ruine zurückgeschnitten. Kathrin und Stefan Gilgen haben die Zwischenverpflegung organisiert.

  • Nun kann die Aussicht von der Ruine wieder genossen werden und die Ruine ist nun auch wieder von unten und der gegenüberliegenden Talseite zu sehen.

          Mehr über die Ruine:  

Ruine

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Später Fund der Ruine des Wohnturmes der Ritter von Wangen aus dem Jahre 1270 – 1280 nach Chr.

Im Spätherbst 1935 grub der arbeitslose Maurer R. Dauwalder auf dem Cheerhübeli in Oberwangen nach Steinen und stiess dabei auf ein mächtiges Mauerwerk. Er meldete dies sofort Lehrer W. Santschi, welcher das Historische Museum Bern benachrichtigte.

Im November 1935 konnte mit den Ausgrabungen begonnen werden, die mit einigen Unterbrechungen bis zum Februar 1936 dauerten.

Man fand dabei die Überreste eines Gebäudes von 13,885 m Länge und 15 m Breite; die Mauerdicke beträgt 2,2 m. Von einer Eingangstüre fand man keine Spur. Daraus lässt sich schliessen, dass es sich beim Fund um einen Wohnturm gehandelt haben muss. Vermutlich befand sich der Eingang in einem oberen Stockwerk und war nur mittels einer Leiter erreichbar. Der Wohnturm dieser Zeit hat vorwiegend Festungscharakter. Neben den Mauerresten fand man auch Sämereien, Tierknochen, Skelette, Waffen, Geräte, Schmuck und Münzen.

Dieser Wohnturm ist mit ziemlicher Sicherheit als der Sitz des Geschlechtes der Ritter von Wangen anzusprechen. Dieses Geschlecht von Wangen erscheint urkundlich zum ersten Mal 1142.

Leider kennt man weder Wappen noch Siegel dieser Ritter; sie sind uns nur aus den urkundlichen Nennungen bekannt. Vom Geschlecht der Wangenritter zeugt aber auch heute noch die Burgruine in Oberwangen.

 
 

So oder ähnlich könnte der Wohnturm einst ausgesehen haben:

  

Heute:

1142 CONO A WANGES DEDIT Altaripa quidquid habebat in Arissoles et ibi ab Alemanno a fonte tenebat. Mitteilungen aus der Familienbibliothek von Mülinen. Die Ritter von Wangen stehen in enger Beziehung mit dem Kloster von Hauterive, dem sie Güter schenken. 1228 CONO DE WANGES, HENRICUS FRATER EIUS treten als Zeugen auf in einer Verurkundung über das Kloster Hauterive.
1233/34 Torincus de Rupe, CONO WANGES, milites erscheinen als Zeugen einer Vergabung zugunsten von Hauterive.  
1273 WILHELMUS DE WANGEN vertauscht seine Güter in Wabern gegen die St. Petersgüter der Deutschherren in Wangen. Unter den Zeugen erscheint PETER VON WANGEN. 1274 WILHELMUS DE WANGEN et BERCTOLDUS de Nidren-Wangen sind Zeugen einer Abtretung der Rechte Heinrichs von Egerdon (Aegerten) an die Capella de Wangen und die Wiesen und Wälder bis zum Forst und Herzwil.
1277 WILHELMUS DE WANGEN ist Zeuge einer Übereinkunft des Priorates von Rüeggisberg mit Girardus de Rüeggisberg. 1278 Borcardus de Bennewile, domicellus überlässt Uldriibus de Marlie und HENRICUS DE WANGEN das Gebiet von Villaret als direktes Lehen.
1280 HEINRICUS MILES DE WANGEN erscheint als Zeuge einer Schenkung durch Ulrich de Bremgarten an die Johanniter von Buchsee. 1304 HENRICUS A BRULLES Dnus a friburgo filius quondam Di Heinrico a Wanges Nietschi mit Einwilligung Beschina seiner Frau und Niklaus, Margret und Nicola, seiner Kinder verwt. Petern und Marti verpfändet Güter zu Villaret Hans Jacob genannt von Duens, Rudolf, genannt von Duens der Ältere und Rudolf, genannt von Duens der Jünger, obiger Beschina Bruder.
Aus den urkundlichen Belegen geht hervor, dass um 1270 bis 1280 das Geschlecht der Ritter von Wangen in den beiden Trägern Wilhelm und Heinrich blühte. Heinrichs gleichnamiger Sohn war verheiratet mit Beschina von Duens (Düdingen) und nennt sich 1304 nicht mehr Ritter von Wangen, sondern Henricus a Brulles, Ritter und Burger von Freiburg. Er hat seinen Sitz in Wangen nicht nur verlassen, sondern auch einen Namenswechsel vorgenommen. 1298 wurde der ehem. Sitz der Herren von Oberwangen. durch Bern zerstört; geblieben sind einige Mauerreste.

Heute ist die Ruine ein beliebter Aussichtspunkt und Grillplatz

In der dicken Mauer ....

findet man einen Zugang ....

zum Bänklein und zur Feuerstelle ....

  

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14.01.2012 OVO-CUG